Ein Wiedersehen mit (m)einem Atari 800XL
Am Wochenende
waren wir in einem nahen Einkaufscenter shoppen, auch weil ich wußte, dass dort die 42. Computer und Videobörse Bremen
statfinden würde.
Und auf der just derselben stellte auch das OCM (Oldenburger Computer Museum) aus. Das war allemal einen etwas ausführlicheren Blick wert.
Zumal dort auch etwas ganz Besonders stand: mein erster Computer, ein voll funktionsfähiger Atari 800XL, auf dem Pacman lief, das ein kleiner Pöks erstaunlich sicher spielte, obwohl ihm das Spiel erst drei Minuten vorher erklärt worden war.
Hach, was kamen denn da alles für Erinnerungen hoch und wie riesig das Floppylaufwerk war (im Bild hinten rechts/oben sind zwei übereinandergestapelt), das hatte ich doch viel filigraner im Gedächtnis. Flip Flop, Joust, Centipede, das Spiel mit dem kleinen Pinguin oder mit dem lustigen kleinen Kampfflieger, ich kann mich schon kaum noch an die Namen erinnern, so lange ist das her.
Jeder hatte nur ein bis drei Spiele, für mehr langte das Taschengeld meist nicht. Dann wurden sie halt immer
mitgeschleppt und wir spielten sie reihrum durch. Beliebt war auch (der Geldnot gehorchend) Programm-Listings aus
amerikanischen Atari Spezial Zeitschriften abzutippen. Das dauerte, war Fehler behaftet, denn man starrte beim Tippen
auf den Röhrenbildschirm eines einfachen, kleinen SW-Fernsehers. Aber es ging, so kamen wir zu Textverarbeitung-,
Tabellenkalkulations- und anderen Programmen. Das ein oder andere einfache Spielchen war auch dabei ![]()
Auch wenn es mühsam war, all die Tippfehler zu finden, ein bißchen Programmlogik aus Basic, Assembler, Pascal und Fortran blieb dabei auch hängen. Dennnoch, so richtig programmieren habe ich auch dadurch nie gelernt.
Aber was fabuliere ich hier von früher, eigentlich wollte ich doch berichten, dass das OCM sich auch gerne außerhalb der Museumsmauern präsentiert (siehe Bilder über den Auftritt bei der Breminale auf der Museumssite - bißchen runterscrollen) und, wie mir Gründer Thiemo Eddiks erklärte, dass er noch weitere Exponate sucht und gerne entgegen nimmt. Nur alt und aus den 70ern oder früher sollten sie sein und natürlich funktionsfähig und kostenlos.
Also schaut einfach mal auf dem Dachboden oder im Keller nach oder fragt Eure IT/EDV Abteilung auf der Arbeit, ob da noch was schlummert. Wenn Ihr was findet, schreibt Thiemo Eddiks eine Mail, er sagt Euch dann, ob er es brauchen (und vor allem lagern) kann.
Kleine alte Fernseher, solche, die man damals eben an die Computer klemmte, sind auch willkommen. Dabei gelten natürlich die gleichen Bedingungen, wie für die andere Hardware.
Ach ja, wenn Ihr mal in Oldenburg seid, schaut doch mal vorbei im OCM, die Öffnungszeiten stehen auf der Homepage.








